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Schöner
Erfolg: Bericht von der verletzten Fundkatze Findie
Erinnert Ihr Euch noch an die verletzte Fundkatze
Findie? Heidi aus Wilhelmshafen hatte sie schwer
verletzt und von Hunger sehr geschwächt auf
einem Firmengelände eingefangen und tierärztlich
versorgen lassen. Die eitrige große Wunde,
die fast den gesamten schmalen Rücken bedeckte,
rührte offenbar von Hundebissen her und musste
von einer Tierärztin genäht werden.
Heidi und ihr Mann beschlossen: "Wo acht
Katzen satt werden, kann auch eine weitere Katze
mit durchgefüttert werden!" Wir danken
den beiden Tierfreunden sehr herzlich für
ihr Engagement.

Hier nun Heidi´s Bericht:
Hallo an alle, die den Bericht über meine
"Dickwurst"-Findie verfolgt haben.
Aufgerüttelt
durch einige Mails habe ich einen Termin bei der
TÄ gemacht, die Findie als erste (ihr Rettungstag
am 31.07.2003) gesehen und behandelt hatte. In
der Praxis, in der ich Stammgast mit meinen Pfotis
bin, sind 3 Tierärztinnen! Nun muss ich mal
der Reihe nach berichten: Als ich Findie im Korb
auf den Tisch stellte, rief die TÄ laut:
Bringen sie mir eine neue Katze, oder soll das
Findie sein? Sie war so begeistert, konnte sich
gar nicht richtig beruhigen und fragte immer wieder,
wie haben Sie es geschafft, dass Findie so zutraulich
und lieb ist? Also, die TÄ war ganz aus dem
Häuschen und bekam den Mund vor freudiger
Überraschung nicht mehr zu, lol. Sie war
auch zunächst einmal überrascht, als
ich ihr den Grund des Kommens erklärte. So
wurde Findie zunächst einmal gewogen: 6 kg...
Idealgewicht wären 4,5 kg. Organisch ist
sie völlig in Ordnung... keine Beanstandungen.
Wegen des Gewichts sagte sie mir ebenfalls, dass
Findie halt Nachholbedürfnis hatte und wegen
des vielen Hungerleidens alles frisst, was ihr
in den Weg kommt. Allerdings fand sie das Gewicht
nicht gerade besorgniserregend... nur dürfe
es nicht mehr werden.
Übrigens,
als Findie zu uns kam, wog sie 3 kg! Wir sind
jetzt übereingekommen, dass ich das Fresserchen
reduziere (um eine wirkliche Diät zu machen,
dürfte Findie nur 130 g (!, wisst ihr, wie
viel das ist?) am Tage an Nassfutter haben. Es
gibt auch ein neues Diät- Nassfutter von
Hills, das ich im Notfall, wenn ich meine, sie
muss tatsächlich mehr abnehmen, ihr immer
noch geben kann. Es ist ein neues Futter, die
Katzen sollen es mögen und es ist mit allen
Zusatzstoffen angereichert. Wenn ich jetzt ihr
Futter reduziere, muss ich keine Bedenken haben
wegen der ganzen Mineralien usw., die eine Katze
am Tage braucht.
Die TÄ sagte
mir, dass die guten Tierfutter alle im Grunde
mit den Zusatzstoffen "überversorgt"
sind, so dass kein Mangel entsteht, wenn man etwas
weniger gibt. Wir sind jetzt so verblieben, dass
ich gezielt auf das Futter achte und sie vor allem
jetzt häufiger (wenn es das Wetter erlaubt)
nach draußen lasse und halt durch den Garten scheuche...
lol.
Wenn
das Wetter dann besser ist und ich auch mich viel im Garten aufhalte,
kann sie soviel in der Küche betteln wie sie will... grins,
ich bin ja nicht da.
Ach ja und dann soll ich ihr jeden Tag 1/4 Kapsel
L-Carnithin über das Fressen streuen, das
regt die Fettverbrennung an und wird auch bei
Menschen gegeben, die abnehmen möchten. Es
ist in jedem Zoofachgeschäft erhältlich.
Also, ich muss Montag los und es besorgen. Ich
berichtete auch, dass Findie leicht aggressiv
wird und mir ins Bein beißt, wenn sie kein Futter
bekommt.
Da konnte sie
mir berichten, dass sie selbst einen 13 Jahre
alten Kater mit Übergewicht hat. Wenn sie
das Futter reduziert, wird er so aggressiv, er
geht die "Wände" hoch, beißt die
andere Katze, den Hund und sie auch. Also, ein
ganz normales Verhalten... grins? Auf jeden Fall
war die TÄ begeistert, meinte, dass ich das
mit der Fellwurst auch hinbekomme und fragte leise
an, ob ich dann mal wieder mit Findie vorbeikomme,
damit sie ihre Entwicklung sehen kann. Sie hätte
damals, als ich Findie am 31.07.2003 zu ihr brachte,
keinen Pfifferling für sie gegeben, mochte
es mir aber nicht so direkt sagen, weil sie meine
Hoffnung und meine Liebe zu dem Tier in meinen
Augen gesehen hatte.

Fazit: Es war
gut, dass ich diesen TA-Besuch gemacht habe. Danke
noch mal an alle, die mir geschrieben haben. Liebe
Grüße von Heidi mit Findie
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Möhrchen
vom Abtei-Park wurde von einem Hund gebissen.
In den letzten
Tagen fiel mir auf, dass Möhrchen nur sehr
langsam und etwas schwerfällig zum Fütterungsplatz
daher kam. Das nasse und kalte Wetter schien ihre
an Arthrose erkrankten Gelenke abermals Schmerzen
zu bereiten. So, wie zu jeder kalten Jahreszeit.

Wie alt die schwarze
Katze mit dem kleinen weißen Lätzchen
und den weißen Pfötchen ist, kann man
nur vage schätzen. Sicher ist lediglich,
dass ich sie bereits seit mehr als fünfzehn
Jahren im Park betreue. Ihr Unterschlupf
und Ruheplatz im Abtei-Park ist trocken und vor
jeder Witterung geschützt.
Aber ihr hohes
Alter und die Arthrose, die ihr schon seit Jahren
zu schaffen macht, verhindern, dass sie bei Gefahr
schnell davon laufen kann. Dies scheint auch der
Grund für ihre Verletzung an der Schwanzwurzel
zu sein, die ich bei näherer Betrachtung
entdeckte. Möhrchen wurde offensichtlich
von einem Hund gejagt und gebissen.
„Hundebiss“,
lautete nun auch die Diagnose des Tierarztes.
Sie hat gespuckt und gefaucht wie ein Tiger, als
wir sie aus ihrem Transportkorb heraus nahmen.
Trotzdem ließ sie sich alle Untersuchungen
und die Behandlung ihrer Wunde brav gefallen.
Sie schnurrte sogar.
Zum Glück
ist die Verletzung nicht so schlimm wie es im
ersten Augenblick schien. Gegen ihre Gelenkschmerzen
erhält sie Medikamente, die ich ihr unter
das Futter mische, und mit einer Emulsion betupfe
ich während sie isst ihre Wunde. Trudi Straeten |
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Unsere
Patenkinder - Der übermütige Oschi
Seit wir die Wildlinge
im Abtei-Park offiziell betreuen dürfen,
scheinen dies auch unsere Schützlinge ganz
deutlich zu spüren. Jedenfalls sind sie bei
schlechtem Wetter – wenn keine oder nur
wenige Menschen im Park unterwegs sind –
besonders zutraulich und zeitweise geradezu übermütig.

Bild:
Oschi hat seit kurzer Zeit eine Patin, aber
es warten noch weitere Wildlinge auf ihre Paten
und auf Futterspenden.
Erst gestern erlebte ich folgende
schöne Begebenheit:
Soeben hatte ich den letzten Futterplatz am Maulbeerbaum
verlassen. Alle Katzen waren versorgt und ich
trat den Heimweg an. Bevor ich die Kastanien-Allee
des Parks erreichte zog ich die Kapuze tiefer
ins Gesicht. Innerlich schimpfte ich auf das Wetter
des zu Ende gehenden grauen Tages. Schneeregen,
Nässe und Kälte stimmten mich ein wenig
missmutig. Plötzlich sprang ein Schatten
hinter dem ersten Kastanienbaum hervor; direkt
vor meine Füße. Sehr erschrocken stieß
ich ein leises „Huch!“ aus und blieb
wie angewurzelt stehen. Dann erkannte ich den
Kater Oschi, der übermütig wie ein kleiner
Ziegenbock springend vor mir her lief. „Du
kleiner Schlingel!“ lachte ich und beobachtete,
wie er rechts hinter die Kastanien lief.
Doch er hatte offensichtlich
große Freude an diesem „Verstecken-Erschrecken-Spiel“,
denn er kehrte um und versteckte sich hinter dem
nächsten Baum, den ich gleich passieren würde.
Also wollte ich ihn nicht enttäuschen und
ging wie gewohnt weiter. Tatsächlich wiederholte
der schwarz-weiße Kater seinen „unerhofften“
Sprung aus seinem „Versteck“ hinter
der Kastanie direkt vor meine Füße.
Ich tat erschreckt und rief wieder: „Huch!“.
Abermals lief er geradezu ausgelassen bockspringend
vor mir her, kehrte hinter den Bäumen zurück um
sich noch einmal hinter einer der Kastanien zu
verstecken. Leise näherte ich mich seinem „Versteck“
und schlich mich von hinten an ihn heran.
Ich sah wie er in geduckter Stellung
und mit dem Popo wackelnd auf mich wartete, um seinen „Angriff“
erneut zu starten. Aber bevor ich nahe genug an ihn heran gekommen
war, hatte er mich bemerkt und lief davon. Ich dachte schon, dass
er nun enttäuscht weg bleiben würde, doch hinter dem nächsten
Baum, den ich passierte, sprang er schon wieder blitzschnell hervor.
Lebensfreude pur! Dieses Spiel schien ihm keineswegs
langweilig zu werden, denn er geleitete mich auf
diese Weise spielerisch bis zum Ausgang des Parks.
Bevor
ich den Park verließ erhielt Oschi noch ein paar Streicheleinheiten
und Leckerchen. Dann ging er zufrieden zum Schlaf- und Fütterungshäuschen.
Sicher würde er sich nun von den „Strapazen“ erholen
wollen.
Trudi
Straeten |