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Leserbrief
zu Stierkampf-Promo |
Beitrag: Erster Lehrstuhl für "Taurologie"
in Spanien
Stierkampf-Promo.
Leserbriefe von Viola Kaesmacher, 19./20.01.04
www.tierlobby.de
und www.antistierkampf.de
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(über die dpa verteilt und überall "fleißig"
abgedruckt, z.B.:
Sachsen im Netz - Süddeutsche.de
- kurier.at
- Basler
Zeitung online - web.de
- krone.at
- Mitteldeutsche
Zeitung - stern
- t-online
- n24
- studentenpresse
Leserbrief zum dpa-Beitrag: Erster Lehrstuhl für
"Taurologie" in Spanien
Sehr geehrte Damen und Herren,
es wundert mich sehr, dass die dpa ständig
Pro-Stierkampf-Mitteilungen verbreitet, jedoch nie
Anti-Stierkampf-Neuigkeiten. Sollten Sie in dieser
Thematik ausgewogen recherchieren und berichten
wollen, empfehle ich Ihnen den Kontakt zu Mechthild
Mench von www.anti-corrida.de,
[email protected]
Lehrstuhl für "Taurologie" - wenn
es nicht so traurig wäre, könnte man drüber
lachen. Interdisziplinär ist an den Plänen
allerdings wenig - es scheint wie eine pure Propaganda-Veranstaltung
von den Befürwortern dieser barbarischen Tierquälerei.
Dass sich eine spanische Stadt einen derartigen
Lehrstuhl leisten kann, wundert mich sehr - da doch
das große "Wir-Stierkampf-Ausrichter-wollen-1,3-Mio-Euro-Fördergeld-von-der-EU-für-unsere-Stierkampf-Werbung"-Projekt
aufgrund massiver Proteste von Tierschützern
gescheitert ist - zum Glück. "Tatsache
ist, dass der Stierkampf Teil der Kultur und der
Geschichte Spaniens ist und als solcher Stoff genug
für eine wissenschaftliche Betrachtung bietet."
sagt Carmen (wie passend, wo doch auch auf Carmen-Opern
hin und wieder mal ein echter Stier hingerichtet
werden soll) del Río. Und ich würde
gerne die letzten 3 Wörter dieses Zitats auswechseln:
"... Abschaffung dieser Barbarei bietet."
Im übrigen stößt der Stierkampf
nicht nur weltweit auf Ablehnung, sondern auch in
Spanien selbst - laut der GALLUP-Umfrage vom Juli
2002. Es ist eben nicht alles gut, was "Tradition"
hat.
In Bezug auf den Artgenossen macht der Mensch wohl
auch Fortschritte - zumindest wird Kinderarbeit
und Menschenhandel von Medien und Öffentlichkeit
nicht gutgeheißen und es gibt Bestrebungen,
Klitorisbeschneidugen und sonstige Verstümmelungen
an Menschen abzuschaffen. Steinigungen sind in vielen
Ländern verboten, Hexenverbrennungen und andere
furchtbare Traditionen wurden in Europa abgeschafft...
Wenn es um Tiere geht, stecken wir allerdings noch
im finstersten Mittelalter. Und Tierquälerei
kann man auch nicht mit einem "Wissenschaftsgschmäckle"
legitimieren.
Viola Kaesmacher, Frankfurt
[email protected]
www.tierlobby.de
www.antistierkampf.de
Mitglied im IfT - Internetzwerk für Tiere www.ift-onlinezentrale.de
PS: Wo ich gerade an Vertreter der Medien schreibe
- die Leute, die sich für Tiere einsetzen werden
leider in letzter Zeit immer wieder kriminalisiert
und mit Terroristen gleichgesetzt - nicht nur von
der Tierquallobby, sondern vor allem von den Medien
(Die WELT über die "bösen Veganer";
Polylux-Beitrag: "Durchgeknallte Tierschützer",
Verunglimpfung in der ARD, Panikmache in den Salzburger
Nachrichten, "Tierschutz-Eintopf" in der
Kölnischen Rundschau usw.) Das ist sehr empörend
und ungerecht. |
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