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TVG Pulheim:
Tier-Info Februar 2004
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Dringend
Hilfe für Gänserndorf
Es
geht ums Überleben von ca. 850 Wildtieren. Alle
haben ein schlimmes Schicksal hinter sich,…Tierversuche,
Zirkus etc.
Infos:
Gänserndorf
ist im EU-Raum die einzige Auffangstelle für Wildtiere.
Herr Scheiflinger (Geschäftsführer) und seine
Mitarbeiter sind Tag und Nacht bereit, gequälte
Wildtiere aufzunehmen und von überall her abzuholen.
Der
Safaripark verfügt auch über einzige Tierschutzprojekte,
z. die ehemaligen Baxter-Affen, "Home of
the Grey" (Elefantenauffangstation). Hier
lebt z. B. ein bengalischer Tiger, der 10 Jahre
in einem verrosteten Zirkuswagen eingekerkert
war, er bekam vorher kaum Wasser und war schwerst
nierenkrank.
Bitte
unterstützt uns im Kampf um Gänserndorf. Für weitere
Infos bin ich unter 0043 664 566 7661 erreichbar.
Elisabeth Dravecz
Der
Landeshauptmann Erwin Pröll hat überhaupt nichts
sichergestellt. Futter hat nie gefehlt, die Tiere
haben alles so wie früher. Pröll sagt auch,
die Tiere würden so schnell wie möglich auf andere
Zoos aufgeteilt. Dabei
haben wir alle gemeinsam ein Wörtchen mitzureden.
Der
alte Tiger Sascha z.B.: Der „gehört“ einigen österreichischen
Tierschutzorganisationen. Wir alle haben uns finanziell
am Bau seines Geheges beteiligt. FOR ANIMALS wollte
auch zum Jahresende noch einen Teil des Reinerlöses
der jährlichen Punschhütte zur Verfügung zu stellen.
Wir ließen das Geld aber wegen der ungewissen
finanziellen Lage bei uns liegen, damit es nicht
womöglich in die Konkursmasse fließt. Außerdem
zeigen die anderen Tierparks, auch Schönbrunn
mit dem hoch gelobten Pechlarner, erst jetzt,
wo die Medien dran sind, Interesse an den Tieren.
Früher
hatte sich immer nur Gänserndorf bereit erklärt,
diese geschundenen Geschöpfe aufzunehmen. Da war
keine Rede von Herberstein und Co. Jetzt spielen
sich alle als die großen Retter auf. Meine Kollegin
Silvia und ich beknieen immer noch die Politiker,
endlich diese Farce zu beenden und Gänserndorf
endlich zur offiziellen und längst nötigen Wildtierauffangstation
zu erklären. Dann lassen EU, Bund und Land zahlen.
Scheinbar haben hier aber andere Interessen den
Vorrang, Elisabeth Dravecz. |
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Protestschreiben von Helmut Rentsch
Sehr
geehrter ….
Mit
Entsetzen habe ich gelesen, dass der Safaripark
Gänserndorf kurz vor der Pleite steht. Am meisten
hat mich dabei betroffen, dass es wieder einmal
auf Kosten der Tiere gehen, und ihnen wegen der
lapidaren Summe von 340.000,00 Euro eine Zwangseuthanasie
drohen soll. 850 Wildtiere mit dem Tode zu bestrafen,
weil sie von tierlieben Menschen aus einer hoffnungslosen
Situation befreit wurden, wäre unverzeihlich und
ein Verrat an der Schöpfung!
Sollten
diese Meldungen zutreffen, wäre dies die größte
Ohrfeige für den europäischen Tierschutz und ein
ethischer Rückschlag, der schlimmer nicht sein
könnte. Welch eine Vorstellung, dass Millionen
und Abermillionen für zweifelhafte Tierversuche
ausgegeben werden, beim Tierschutz hingegen bei
den kleinsten finanziellen Unregelmäßigkeiten
sofort alle Stricke reißen sollen. Ich habe ihr
Land durch diesen Safaripark kennen und lieben
gelernt, weil ich es phantastisch gefunden habe,
dass bei Ihnen solch ein Projekt möglich ist,
während hier in Deutschland geplante Tierschutzprojekte
wie Auffangstationen für Wildtiere durch endlose
Bürokratie und Behördenwillkür verhindert werden.
Ich
war sogar schon am überlegen, ob ich die nächsten
Jahre Deutschland verlasse, um bei Ihnen für den
Tierschutz tätig sein zu können. Durch die letzten
Zeitungsartikel, die ich in der österreichischen
Presse lesen musste, brach für mich fast eine
Welt zusammen. Anfangs dachte ich, es kann sich
nur um eine Zeitungsente oder einen ganz bösen
Traum handeln, bis ich die Meldung doppelt und
dreifach erhielt.
Bitte
unternehmen Sie alle Anstrengungen, dass dieser
Park am Leben erhalten wird. Die Schließung des
Parks mit allen Folgen, wäre ein unersetzlicher
Verlust, nicht nur für Ihr Land, sondern für ganz
Europa. Pilotprojekte wie dieser Park sind nicht
immer einfach zu handhaben, aber gerade für die
heutige Zeit unabdingbar. Überlegen Sie sich gut
was wichtiger ist. Dieser Park - oder vielleicht
ein Paarhundert Meter Autobahnabschnitt.
Selbst
2,5 Millionen Euro sind für ein Land wie Ihres eine verschwindend
kleine Summe. Der ideelle Gegenwert des Parks ist damit überhaupt
nicht aufzuwiegen. Wir leben in einer Welt, die von Tag zu Tag gefühlsärmer
wird. Sorgen Sie dafür, dass diese Armut vor Ihren Grenzen Halt
macht und das Ausland
weiterhin zu Ihnen aufschauen kann.
Mit
freundlichen Grüßen
Helmut
Rentsch, Gruppe Tigerschutz
Standard-Antwortschreiben:
Sehr
geehrte …
Das
Bürgerservice des Herrn Bundeskanzlers bestätigt
den Erhalt Ihrer E-Mail und erlaubt sich, Ihnen
Folgendes mitzuteilen:
Einleitend dürfen wir uns herzlichst bedanken,
dass Sie Ihr Anliegen betreffend den Weiterbestand
des vom Konkurs bedrohten Safariparks Gänserndorf
an uns heran getragen haben. Nach Rücksprache
mit der zuständigen Stelle im Amt der Niederösterreichischen
Landesregierung stellt sich die Sachlage folgendermaßen
dar:
Die
Niederösterreichische Landesregierung hat beschlossen,
das von der Geschäftsführung vorgelegte Sanierungskonzept
prüfen lassen und finanzielle Unterstützung über
Niederösterreichs regionale Entwicklungsgesellschaft
Eco Plus in Aussicht gestellt, um den Fortbestand
des Tierparks bis zum Beginn der Sommersaison
Anfang April zu sichern. Darüber hinaus sollen
hinsichtlich der Finanzierung noch weitere Gespräche
zwischen der Geschäftsführung des Safariparks
und Baxter – das Pharma-Unternehmen trägt die
Kosten für die „Schimpansenpension“ im neu errichteten
„Affenhaus“ – folgen.
Allgemein
besteht von allen Seiten großes Interesse an der
Erhaltung des Safariparks: Die wichtigsten Gläubiger
(etwa die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse)
haben derzeit noch keine rechtlichen Schritte
gesetzt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere
auch die zahlreichen Spenden besorgter Tierfreunde
für Tierfutter hervorzuheben, die über die Weihnachtsfeiertage
eingegangen sind. Angesichts dieser konstruktiven
Perspektive ist somit zu hoffen, dass die engagierten
Mitarbeiter, die insbesondere dem Wohl der Tiere
verbunden sind, weiterhin von vorzeitigen Austritten
wegen Verzugs bei der Zahlung der ausständigen
Gehälter absehen.
Landeshauptmann
Dr. Erwin Pröll hat ausdrücklich festgehalten,
dass das Schicksal der Tiere im Safaripark Gänserndorf
nicht mit dem wirtschaftlichen Schicksal des Tierparks
verbunden werden darf. In diesem Sinne wurde auch
bereits mit der Österreichischen Zoo Organisation
ein Übereinkommen getroffen, durch das die Versorgung
der 850 Tiere in jedem Fall weiter gewährleistet
ist. Die Österreichische Zoo Organisation hat
sich bereit erklärt, bei Bedarf neue Plätze für
die Tiere aus Gänserndorf zu suchen und für eine
artgerechte Unterbringung zu sorgen.
Wir
hoffen, mit diesen Ausführungen zu einer klaren
Darstellung beitragen zu können und verbleiben
mit
freundlichen Grüßen
MR
Dr. Ludwig Follner
Bürgerservice
des Bundeskanzlers
Abteilung
I/12
Ballhausplatz
1
A
– 1010 Wien
Fax :
+43 1 53115-4274
Email:
ludwig.follner@bka.gv.at |
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Korespondenz
Christina Kremer
Sehr
geehrte Damen und Herren,
ich
bedanke mich für Ihre ausführliche Antwort und
habe erfreut zur Kenntnis genommen, dass der Safaripark
erhalten bleiben soll.
Der
einzige Punkt in Ihrer Erklärung, der mich noch
etwas beunruhigt, ist die Tatsache, dass wohl
auch angedacht wird, Tiere des Safariparks in
anderen Zoos unterzubringen. Nun bin ich zum einen
mit den Verhältnissen in Zoos und auch mit denen
des Safari-Parks etwas vertraut. Und bisher war
es immer so, dass beispielsweise die Elefanten
deswegen immer im Safaripark untergebracht wurden,
weil die anderen Zoos eine artgerechte Haltung
nicht gewährleisten konnten.
Des
weiteren befinden sich zum Teil sehr alte Tiere
in dem Safaripark z.B. der alte Tiger Sascha,
für die ein Umzug in eine andere Umgebung eine
extrem große Beeinträchtigung ihrer Seelen- und
Gesundheitslage, wenn nicht sogar den frühzeitigen
Tod bedeuten würde. Alte Bäume verpflanzt man
nicht. Ich hoffe, dass Sie bei Ihren Überlegungen
diesem Umstand Rechnung tragen.
Meiner
Meinung nach wäre es für die Tiere das beste,
wenn die vertraute Umgebung in jedem Fall erhalten
bliebe und lediglich der Safaripark an sich auf
eine solide finanzielle Basis gestellt würde.
Eine Umsiedlung und Umverteilung auf Zoos halte
ich für den falschen Weg. Und ich glaube, da stehe
ich mit meiner Meinung nicht alleine da.
Mit
freundlichen Grüßen
Christina
Kremer, IfT-Mitglied |
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Gänserndorf
muss gerettet und ausgebaut werden! Unabhängig von den Wirtschaftsinteressen
von Zoo, Zirkus oder Pharma
Aktuell:
Dutzende Autos, darunter TV-Übertragungswagen,
Reporter usw. stehen im und vor dem Areal. Alle
wollen hungernde Tiere und weinende Pfleger sehen.
Die ÖVP aus dem Bezirk hat Kartoffeln angekarrt,
aber die Tiere weigern sich, diese zu essen. Frau
Onodi hat als Landeshauptmann-Stellvertreterin
verhandelt, da ihr das Tierschutzreferat unterliegt,
hat aber versagt. Gibt es eine versteckte Agenda
der „Landesentwickler“? Der österreichische Bundeskanzler
schweigt und die Landesregierung verzögert. |
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Fordern
auch Sie die Rettung für 850 Wildtiere!
…
schreiben Sie bitte Leserbriefe an österreichische
Zeitungen und Politiker:
MR
Dr. Ludwig Follner
Bürgerservice
des Bundeskanzlers,
Abteilung
I/12, Ballhausplatz 1
A
– 1010 Wien
und
Amt
der Niederösterreichischen Landesregierung, Landhausplatz
1
A
- 3109 St. Pölten
Telefonnummer:
02742/ 9005- 9005
Informieren
Sie sich bitte auch aus anderen Quellen, bevor
Sie die Berichte der Vertreter von Zoos oder sonstigen
Interessengruppen glauben. Es wird höchste Zeit,
dass in Europa zumindest eine Auffangstelle so
unterstützt wird, dass sie unabhängig von gaffenden
Besuchern den Tieren gerecht werden kann. |
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Institution
Zoo und Circus
Wenn der Zoo für
Gefangenschaft und modernen Tier-Knast steht,
dann steht der Tier-Circus für die dazugehörige
Zwangsarbeit der traurigen Gefangenen. Viel unterscheidet
diese beiden Institutionen nicht! Beide stellen
Tiere zur Schau, um letztendlich daran Gewinn
zu machen. Beiden Institutionen ist daher der
Gewinn, die Wirtschaftlichkeit wichtiger, als
das Tier. Beide Institutionen nutzen den neugierigen
voyeuristischen Menschen aus, um mit ihrer Zur-Schau-Stellung
– mittels Eintrittsgelder – ihre so genannte "Firma"
am Leben zu erhalten.
Der
Zoo
mit dem Werbeslogan "ein Tier mal in seiner
natürlichen Umgebung zu sehen". Der Zoo stellt
selbstverständlich KEINE natürliche Umgebung dar,
sondern eher eine künstlich empfundene und nachgestellte
Umgebung - also Betrug! – natürliche Umgebung
ist in nur die Natur selbst.
Der
Circus
mit dem Werbeslogan "tolle Tiere bei ihren
tollen Kunststücken sehen, darüber staunen, sich
darüber freuen". Den Tieren wurden diese
Kunststücke oftmals unter Schmerzen und verbunden
mit Tierquälerei beigebracht. Also erfreuen
wir Menschen uns am Leid der Tiere - das aber
wissen wir nicht, denn es wird uns vorenthalten
- also auch Betrug.
Leider
ist es so, dass unsere Gesetzgebung diesen Betrug
schützt - durch Gesetze. Wie kann so etwas möglich
sein?
1.
Indem die Gesetze so gestaltet sind, dass sie
sowohl dem Circus als auch den Zoos die Zur-Schau-Stellung
erlauben. Dies geschieht durch eine behördliche
Genehmigung, die beantragt und bewilligt wird.
Die entsprechenden Behörden, die sich sehr wohl
mit der Umsetzung der Antragstellung auskennen,
haben allerdings keine Ahnung von den wirklichen
"Bedürfnissen" eines Tieres.
2.
Mittels dieser Gesetze wurden für Zoos und auch
für Circusse so genannte Leitlinien und Richtlinien
erlassen, welche die Bedürfnisse der Tiere erklären
bzw. regeln sollen. Wohlgemerkt Richtlinien, also
keine Vorschriften! Vergleichbar ist eine solche
Richtlinie mit einem Verkehrszeichen zur Richtgeschwindigkeit
auf der Strasse - also nur als Empfehlung, nicht
als Pflicht anzusehen. Durch diese Richt- und
Leitlinien ist es den Institutionen möglich, bestimmte
Verhältnisse (z.B. Behandlung, Haltung, Ernährung
der Tiere) zugunsten des Gewinnes bzw. der Wirtschaftlichkeit
der Institution zu verschieben.
Wie
sehen solche Verschiebungen zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit
aus?
Im
Zoo:
Überzählige Tiere, die den Zoos als Kassenmagneten
dienen, wenn sie noch klein und niedlich sind,
werden - wenn sie "übrig" sind weil
auch andere Zoos schon zu viele haben - an die
Raubtiere in den Zoos verfüttert, an Tierversuchslabore
abgegeben oder in anderer Weise "verbraucht".
Im
Circus:
Tiere, die in Circussen nach jahrelangem Missbrauch
alt und gebrechlich geworden sind, werden eingeschläfert.
Für sie gibt es keine Rettung mehr. Hier wird
auch das Gesetz gebrochen, das einem Tierarzt
verbietet, ein gesundes Tier einzuschläfern. Sie
sind lediglich zu alt, um die Kunststücke aufführen
zu können: "Keine Wirtschaftlichkeit – kein
Lebensrecht!"
Schutzbehauptungen
der Institutionen Zoo und Circus
Zoo:
Zoos berufen sich fast immer auf ihre "Wissenschaftlichkeit"
und auf ihr "Europäisches Erhaltungszucht
Programm EEP". Ein wissenschaftlich geführter
Zoo würde sozusagen alles Mögliche zur Erhaltung
der vom Aussterben bedrohten Tierart tun, nur,
um dieses Tier für die Nachwelt zu erhalten. So
wird z.B. ein Elefant künstlich besamt, er bringt
sein Baby hinter Gittern im Wurf-Gefängnis zur
Welt, das Baby - wenn es überlebt - dient lediglich
wieder der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens,
denn es wird an andere wissenschaftliche Zoos
verkauft, um dort den gleichen Weg seiner Eltern
zu gehen! In der freien Natur Afrikas oder Indiens
ist die Fortpflanzung viel problemloser, bringt
aber keinerlei "Gewinn" ein. So auch
bei Löwe, Tiger, Giraffe...
Circus:
Der Tier-Circus verweist fast immer auf die "Jahrhunderte
alte Tradition" der Circus-Tierkunststücke.
Uralte Zöpfe müssen manchmal abgeschnitten werden
- so hat es der moderne Mensch mit Kannibalismus,
Steinigung, Schamanentum, Aberglauben, Menschenhandel
schließlich auch getan.
Ein
winzig kleiner Schritt ist schon in Richtung Anti-Tierausbeutung
geschehen: Der Bundesrat hat die Regierung aufgefordert,
ein Gesetz zur Abschaffung der Elefanten und Bären
sowie anderer Groß-Wildtiere im Circus zu verabschieden.
Nun ist es an der Zeit, dass dieses Gesetz endlich
zustande kommt.
Lasst
uns alle dafür eintreten, dass aus geeigneten
(nicht "wissenschaftlichen") Zoos Auffangstationen
für die Circus-Tiere geschaffen werden, damit
ihnen wenigstens zum Ende ihres Leidensweges Circus
ein schöneres Dasein gegeben werden kann. Für
die Rückführung in ihre einstige Freiheit, die
Natur, ist es für Circus-Tiere zu spät. Für die
Tiere in den Zoos ist es noch nicht zu spät!
muzie_Ines,
Januar 2004
ECOTERRA
e.V.
Mitstreiter
bei IfT – Internet(z)werk für Tiere |
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Der
folgende Beitrag erschien in einer österreichischen
Tageszeitung, ist aber inzwischen von der Website
der Zeitung entfernt worden - warum???
Kärntner
wollen auf Elefantenjagd
So
genannte Jäger und auch Trophäensammler bekunden Interesse am Abschuss
der Wildtiere im von einem Konkurs bedrohten
Safaripark Gänserndorf. Betriebsleiter und Tierschützer
empört.
GÄNSERNDORF,
KLAGENFURT. Fassungslos zeigte sich gestern der
aus Ungarn stammende Betriebsleiter des Safariparks
Gänserndorf, Laszlo Töröek, im Gespräch mit der
neuen "KÄRNTNER TAGESZEITUNG".
Tatsächlich
haben nämlich bei ihm diverse Herren - darunter
auch Kärntner - vorgesprochen, die sich für den
Abschuss von Tieren im Park interessieren. Wie
bereits berichtet, steht der Safaripark Gänserndorf
vor dem finanziellen Ruin. Über die Unterbringung
der Tiere im Falle einer Schließung des Parks
wird seit Wochen spekuliert. Der Tierpark Schönbrunn
und der Wildpark Her-berstein haben sich angeboten,
Tiere aufzunehmen. Entschieden ist aber noch nichts.
Jetzt wollen Weidmänner das Problem lösen - mit
ihren Gewehren.
Besonderes
Interesse, so Töröek, haben die so genannten Jäger an Elefantenköpfen
bekundet, die ihnen "in der Trophäensammlung noch fehlen"
würden. Landesjägermeister Ferdinand Gorton zu den jüngsten Vorkommnissen:
"Ein solches Ansinnen hat mit der von uns in Kärnten praktizierten
Jagd, die sich als Hege- und Pflegedienst an Tieren versteht, nichts
zu tun."
Ausschließen könne er es aber freilich auch nicht,
so Kärntens oberster Weidmann.
Bernhard
Wadl, Chef des Kärntner Jagdaufseherverbandes:
"Möglich ist alles. Mit einem Abschuss in
Gänserndorf könnten sich die Herren die Flugkosten
nach Afrika sparen. Befürworten kann ich ein solches
Vorgehen allerdings keinesfalls."
Silvia
Summerer von der Tierschutzorganisation "For
Animals" versteht die Welt nicht mehr ob
so viel Berechnung: "Da wird über die Köpfe
der noch lebenden Elefanten versucht, ein Geschäft
abzuschließen, und das von Männern, die sich Jäger
nennen."
Eine
weitere Meldung aus der Gerüchteküche macht den
Tierschützern Kopfzerbrechen. Der Pharmakonzern
Baxter soll den Tierpark übernehmen. "Das
Schicksal der Tiere wäre damit aber auch ungewiss,
da das Unternehmen Baxter Tierversuche durchführt",
gibt Summerer zu bedenken.
REGINA
SCHWARZFURTNER
Quelle:
KTZ content |
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Musterbrief
Sehr
geehrter Herr Bundeskanzler,
Sehr
geehrte Damen und Herren.
Mit
großer Sorgen müssen wir die Entwicklungen zur Situation des Safaripark
Gänserndorf in Österreich beobachten. Diese Anlage ist die einzige
Wildtier-Auffangstation im Gesamtraum der Europäischen Union (EU)
und hat bereits in vielen Fällen bewiesen, dass es dem dortigen
Management tatsächlich und zunehmend um die Hilfe für Wildtiere
aus einer die Tierschutzgesetze verletzenden Gefangenschaftshaltung,
aus verwahrlosten Schaustellunternehmen und aus unerlaubtem privaten
Besitz, wo jeweils die Fachkunde und Situation für
eine artgerechte Haltung fehlten, geht.
In vielen Fällen war Gänserndorf der Rettungsanker
für eine große Zahl von - auch seltenen - Tieren,
denen bereits die Todes-Spritze des Amttierarztes
drohte, weil sie behördlich aus den o.g. Situationen
verfehlter Haltung zwar befreit wurden, aber die
Behörden auch keine alternativen Unterbringungsmöglichkeit
stellen konnten. Europaweit bekannt wurden die
vorbildlichen Einsätze der Mitarbeiter der Auffangstation
Gänserndorf im Zusammenhang mit der Freigabe der
ehemaligen Baxter-Affen, also insbesondere der
Schimpansen aus den Versuchslabors des Pharmakonzerns
Baxter.
Der
Saat Österreich ist weltweit vorbildlich im Hinblick
auf die zukünftige völlige Untersagung von Wildtierhaltungen
oder -schaustellungen in Zirkus-Unternehmen und
hat seine besonders auch europäische Vorreiter-Rolle
in Sachen Tierschutz bereits mehrfach unter Beweis
gestellt.
Daher
gehen wir davon aus, dass Sie sich mit aller Kraft
dafür einsetzen werden, dass Gänserndorf nicht
nur erhalten bleibt, sondern zukünftig mit vermehrten
finanziellen Zuschüssen des Staates Österreich
und aus der Landeskasse, aber besonders auch mit
der finanziellen Hilfe der EU zu einer für ganz
Europa zentralen Auffangstation für geschundene
Wildtiere erweitert und ausgebaut wird, die dem
steigenden Bedarf nach einer solchen Station gerade
im Zusammenhang mit dem Verbot für Wildtier- Zirkusunternehmen,
welches sich auch in der Bundesrepublik Deutschland
durchsetzen wird, decken kann. Wir wünschen uns,
dass Ihre Standhaftigkeit, Ihr Weitblick sowie
Ihre Verantwortungsbereitschaft Gänserndorf den
notwendigen finanziellen Rahmen schaffen wird,
den die Station braucht - nicht nur für den Weiterbestand
und damit auch die Überlebenssicherung der sich
dort bereits befindenden Tiere, sondern auch für
eine zügige Vergrößerung, um ihre europaweit bedeutsamen
Aufgaben zu erfüllen.
Wir
bitten Sie daher dringend um ihre Unterstützung
der Wildtierauffangstation Gänserndorf und die
Pläne für eine finanzielle Sanierung, Aufrechterhaltung
und den Ausbau. Bitte informieren Sie uns umgehend,
falls es gegen jegliche Vernunft doch zu einer
kritischen Situation kommen sollte. Einen europa-weiten
Skandal, wie es ihn in jüngster Vergangenheit
mit der Schließung des Zoos von Glasgow gegeben
hat, gilt es unseres Erachtens hier jedoch zu
vermeiden.
Im
festen Vertrauen auf Ihre persönliche Einflussnahme
zur Rettung und Erweiterung der Europäischen Wildtier-Auffang-Anlange
Gänserndorf, verbleiben wir
Gruss
/ Name / Adresse
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ECOTERRA
Intl. |
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- Linktipp -

IfT
- Internetzwerk für Tiere |
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