Katzenklau
während Altkleidersammlungen Neues Projekt der TVG-Pulheim: Haustierdiebstahl
in Deutschland
Die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - Menschen für Tierrechte
- hegen seit langem einen schrecklichen Verdacht. Gleich mehrmals fiel
das Verschwinden von Hauskatzen zeitlich zusammen mit ominösen Sammelaktionen.
Bundesweit warnen Sie bereits seit August 2003 vor Tierdiebstählen
in Zusammenhang mit Altkleidersammlungen.
Ein Prospektverteiler in der Nähe von Frankfurt wurde dabei gefasst,
wie er eine Katze angelockt und in seinen Rucksack gesteckt hatte. Dabei
wurde das Tier so schwer verletzt, dass der anschließend aufgesuchte
Tierarzt es nur noch von seinen Leiden erlösen konnte. Das neue Projekt
des Vereins heißt "Haustierdiebstahl in Deutschland",
das von dem Mitglied Michael Herrentals und Webmaster der HP-Seite www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de
vorgestellt wird. Auf den Internetseiten der Tierschützer werden
auch die Methoden der Tierfänger beschrieben, die unter anderem Lebendfallen
und Duftstoffe zum Ködern einsetzen sowie weitere Informationen über
illegale Sammler und Tips was man tun kann, wenn das Haustier plötzlich
verschwunden ist, veröffentlicht.
So wurde bereits für die erste Kalenderwoche des Jahres 2007 eine
Warnung für Porta Westfalica herausgegeben, ebenso für Hannover,
Barsinghausen, Lemgo und Espelkamp. Kürzlich erst wurden die Orte
um Bergisch-Gladbach besammelt und zur Zeit die Orte in und um Leverkusen,
Rösrath, Köln und Bergheim von den ominösen Lumpensammlern
aufgesucht. Höchstwahrscheinlich werden insbesondere die kleinen
Ortschaften mit ruhig gelegenen Wohnsiedlungen rund um die großen
Städte von den Sammlern bevorzugt. Deshalb sind die Tierschützer
dringend auf Hinweise (deutschlandweit) aus der Bevölkerung angewiesen.
Meldungen - möglichst mit dem Zettel der Sammlungsankündigung
- an die unten angegebene Haus- oder eMail-Adresse senden.
Tierfänger-Warnung gibt es aber auch für den Landkreis Heilbronn
und Hohenlohekreis, sowie für Hamburg, Frankfurt, Erdmannhausen und
Stadthagen. Deshalb appellieren die Tierschützer bundesweit an die
Kommunen, derartige Haussammlungen flächendeckend zu verbieten. Ausdrücklich
ruft Gerd Straeten, Vorsitzender der Tierschutz-Organisation, die Bevölkerung
zur Wachsamkeit bei Altkleidersammlungen auf und alle verdächtigen
Beobachtungen sofort der Polizei und den Tierschützern zu melden.
Das Augenmerk solle dabei nicht nur auf
unaufgefordert abgestellte Wäschekörbe und Sammelbehälter
gerichtet werden, sondern auch auf verdächtige Fahrzeuge, insbesondere
Kombis und Lieferwagen mit auswärtigen Kennzeichen, die langsam durch
Wohngebiete fahren.
Straeten empfiehlt außerdem dringend, Haustiere mit Hilfe von Chip
oder Tätowierungsnummer registrieren zu lassen. Das helfe zwar im
Ernstfall nicht gegen Diebstahl, jedoch würden manche Tiere auch
wieder ausgesetzt und gelangten mit Hilfe der Registrierung dann wieder
nach Hause. Es sei verschiedentlich auch schon vorgekommen, dass nach
einem Anruf von resoluten Tierhaltern bei der jeweiligen Sammlungsfirma
die Katze am nächsten Tag wieder nach Hause gekommen sei. Meist aber
existieren die Telefonnummern auf den Sammlungszettel nicht wirklich.
Bei der großen Anzahl spurlos verschwundener Katzen handelt es sich
ausschließlich um wohl genährte, ausgewachsene Tiere, die entweder
in der abendlichen Dämmerung oder nachts verschwinden. Die Tierschützer
vermuten, dass ihre Felle als so genannte "Rheumadecken", Pelzbesatz
an Jacken, Mäntel und Stiefel und perfider Weise auch als Katzenspielzeug
Verwendung finden.
Deshalb empfehlen sie, Katzen - selbst bei größtem Protest!
- die Nächte über im Haus zu halten! "Sollte dennoch das
Haustier spurlos verschwinden und nach intensiver Suche nicht aufgefunden
werden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Lassen Sie sich nicht abweisen!
Die Polizei ist verpflichtet, Ihre Diebstahlsanzeige aufzunehmen,"
erklärt Straeten.
Es sei völlig absurd, dass in oder mit den Sammelbehälter Tiere
eingefangen werden. "Sie erfüllen lediglich eine Alibifunktion
um auf privates Grundstück zu gelangen und evtl. den eigentlichen
Tierfängern ein Zeichen zu setzen", so Straeten. "Niemand
muss solche Sammelbehälter auf seinem Grundstück dulden und
kann sie an den nächsten öffentlichen Platz oder an die Hauptstraße
stellen."
Offen bleibt allerdings, ob die Sammler selbst zu den Tätern zählen
oder ob diese Tierfänger Sammlungen abwarten, um keinen Verdacht
zu erregen, wenn sie von Fahrzeugen aus die Gegend nach Haustieren auskundschaften.
Wenn
Sie ein Buch oder ein anderes Produkt über diese Seite bei
amazon.de bestellen, kommt eine kleine Provision dem IfT
- Internetzwerk für Tiere zugute. Damit unterstützen
Sie die Arbeit von aktiven Tierschützern.