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CD-Tipp des Tages

Albino:
Vogelfrei (Tierrechtsmusik)
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Der IfT-Tierschutz-Adventskalender
2006
Ihr Geschenk von der Taube: Liebevolle
Gedanken
Jesus selbst nennt sie den Vogel der Arglosigkeit: "...
darum seid ohne Falsch wie die Tauben", Matthäus 10,16. In der
christlichen Ikonographie ist die Taube neben dem Lamm das am häufigsten
vorkommende Tier. In der Antike und im Judentum stand die Taube für
Sanftmut und Liebe. Das Alte Testament erzählt davon, dass Noah eine
Taube aussendet. Sie kehrt nach einiger Zeit mit einem Palmzweig im Schnabel
zurück und verheißt dadurch Hoffnung auf trockenes Land nach
der Sintflut. Tauben liften auf katholischen Frömmigkeitsbildern
die Seelen selig Verstorbener himmelwärts. Tauben befinden sich auch
an Taufbecken.
Für die einen sind sie besonders
liebenswerte Vögel, für die anderen "Schädlinge",
die es zu vernichten gilt. Mit Fütterungsverboten und Tötungsaktionen
gehen Behörden gegen die Stadttauben vor. Doch es gibt Konzepte,
die ein friedliches Miteinander ermöglichen. Bitte machen Sie sich
kundig und - sollten Sie Anti-Tauben-Propaganda finden - protestieren
Sie dagegen bei den entsprechenden Medien. Vielen Dank.
Dem Liebessymbol schlechthin wird
in vielen deutschen Städten der Krieg erklärt. Nicht nur behördlich,
auch Zivilpersonen, leider auch Kinder, scheinen Spaß daran zu haben,
Tauben das Leben zur Hölle zu machen. Wenn Sie Kinder sehen, die
Tauben treten und bewerfen wollen, weisen sie auf die Füßchen
der Vögel hin und ob es denen nicht schrecklich weh tun muss, wenn
sie so verletzt auch noch von einem so großen Menschenkind verjagt
werden. Den meisten Kindern wurden solche Gedanken nur noch nie mitgeteilt
und sofort hören sie auf und schämen sich.
"Auf die Wahl
gestellt zwischen Unrecht und Unordnung, wird sich der Deutsche immer
für das Unrecht entscheiden."
Johann Wolfgang von Goethe
Ihr heutiges Geschenk ist ein
Gedicht über die Liebe. Bitte lesen Sie es, auch wenn es einigermaßen
lang ist.
Aus
der Kindheit
(Friedrich Hebbel)
"Ja, das Kätzchen hat gestohlen,
und das Kätzchen wird ertränkt.
Nachbars Peter sollst du holen,
daß er es im Teich versenkt!"
Nachbars Peter hat's vernommen,
ungerufen kommt er schon:
"Ist die Diebin zu bekommen,
gebe ich ihr gern den Lohn!"
"Mutter, nein, er will sie quälen.
Gestern warf er schon nach ihr,
bleibt nichts andres mehr zu wählen,
so ertränk' ich selbst das Tier."
Sieh, das Kätzchen kommt gesprungen,
wie es glänzt im Morgenstrahl!
Lustig hüpft's dem kleinen Jungen
auf den Arm zu seiner Qual.
"Mutter, laß das Kätzchen leben,
jedesmal, wenn's dich bestiehlt,
sollst du mir kein Frühstück geben,
sieh nur, wie es artig spielt!"
"Nein, der Vater hat's geboten,
hundertmal ist ihr verziehn!"
"Hat sie doch vier weiße Pfoten!"
"Einerlei! Ihr Tag erschien!"
"Nachbarin, ich folg' ihm leise,
ob er es auch wirklich tut!«
Peter spricht es häm'scherweise,
und der Knabe hört's mit Wut.
Unterwegs auf manchem Platze
bietet er sein Liebchen aus;
aber keiner will die Katze,
jeder hat sie längst im Haus.
Ach, da ist er schon am Teiche
und sein Blick, sein scheuer, schweift,
ob ihn Peter noch umschleiche -
ja, er steht von fern und pfeift.
Nun, wir müssen alle sterben,
Großmama ging dir vorauf,
und du wirst den Himmel erben,
kratze nur, sie macht dir auf!
Jetzt, um sie recht tief zu betten,
wirft er sie mit aller Macht,
doch zugleich, um sie zu retten,
springt er nach, als er's vollbracht.
Eilte Peter nicht, der lange,
gleich im Augenblick herzu,
fände er, es ist mir bange,
hier im Teich die ew'ge Ruh.
In das Haus zurückgetragen,
hört er auf die Mutter nicht,
schweigt auf alle ihre Fragen,
schließt die Augen trotzig - dicht.
Von dem Zucker, den sie brachte,
nimmt er zwar zerstreut ein Stück;
doch den Tee, den sie ihm machte,
weist er ungestüm zurück.
Welch ein Ton! Er dreht sich stutzend,
und auf einer Fensterbank,
spinnend und sich emsig putzend,
sitzt sein Kätzchen blink und blank.
"Lebt sie, Mutter?" "Dem Verderben
warst du näher, Kind, als sie!"
"Und sie soll auch nicht mehr sterben?"
"Trinke nur, so soll sie's nie!"
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