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99%-iger Tenor: Wir können
unsere Landschaft deutschland- und evtl. sogar
weltweit mit der Wiederansiedlung der Wölfe
bekannt machen, dies sollte auch genutzt werden.
Eine Forderung nach Abschuss der Wölfe wurde
vehement abgelehnt. Auch der Verein "Sicherheit
und Artenschutz" hat eine Wendung um 180
Grad vollführt. Dessen Sprecher, Christian
Lissina, öffentlich zu dieser Diskussion:
"Der Antrag auf Abschuss war nur ein juristisches
Problem. Jetzt soll das Reg.-Präsidium bzw.
das Sächsische Ministerium für Umwelt
und Landwirtschaft konkrete Fakten auf den Tisch
legen, die ein Richter überprüfen soll."
Ist Nonsens, da hier bis zum Europäischen
Gerichtshof geklagt werden müsste, wenn dieser
eine derartige Klage überhaupt annimmt. Herr
Lissina wurde konkret gefragt, ab Herr Bachmann
bei einer (nur theoretisch angenommenen) Abschussgenehmigung
mit Flinte in den Wald gegangen wäre, um
Wölfe zu schießen. O-Ton: "Ein
73-jähriger Mann geht doch nicht mehr in
den Wald, um Wölfe zu schießen."
Bemängelt wurde die schlechte Informationspolitik
des SMUL. Der Referatsleiter Artenschutz, Dr.
Gruschwitz, hat noch im November 2003 von 24 bis
28 Wölfen in der Umgebung gesprochen. Lt.
Frau Gesa Kluth sind gesichert 8 bis 9 Wölfe
da, also weit weniger.
Im Land Brandenburg gibt es bisher keine eindeutigen
Fakten, dass sich dort Wölfe niedergelassen
haben. Aber: Brandenburg hat die Öffentlichkeitsarbeit
weit besser organisiert als Sachsen: In jedem
Kreis gibt es ehrenamtliche Helfer, die Infos
zusammentragen und die gesammelten Infos auch
mit der Bevölkerung auswerten, also ein richtiger
Umgang mit dem Phänomen "Wolf in Deutschland".
Der zuständige Landrat in NOL (Niederschlesischer
Oberlausitzkreis) will jetzt nachziehen und einen
"Wolfsmanager" benennen, der die Informationsstrecke
betreut. Von den ursprünglich 9 Mischlingswelpen
(mittlerweile von mehreren Experten als solche
eingeschätzt, obwohl noch kein DNA-Gutachten
vorliegt) sind die zwei eingefangenen Wolfshybriden
im Nationalpark Bayrischer Wald in einem Gehege.
Sie sollen nach Sachsen zurückkommen und
evtl. in Rietschen in ein Gehege mit ausreichend
Rückzugsmöglichkeiten kommen. Also war
die Fangaktion umsonst. Der Verbleib der anderen
7 Welpen ist ungeklärt, es sind keine Hinweise
zu deren Aufenthalt vorhanden. Warscheinlich ist,
dass sie der natürlichen Auslese zum Opfer
gefallen sind (45% bis zu 90% der Welpen überleben
das erste Jahr nicht).
Sollten keine weiteren Wölfe aus Polen
einwandern, besteht die hohe Gefahr, dass die
sächsischen Wölfe aussterben.
Lediglich Alpha-Wolf- und -Wölfin pflanzen
sich fort, Welpen werden mit der Geschlechtsreife
aus dem Rudel verjagt, Inzest findet nicht statt.
Derzeit nur ein kleines Rudel mit Alpha-Wolf und
-Wölfin und deren Welpen von 2002 (nicht
mehr lange) sowie den Welpen von 2003 und eine
einzelne Wölfin, deren "Fehltritt"
die sächsischen Beamten aus der Fassung brachte.
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