Wie abgestumpft, nur auf
sich selbst bezogen oder gefühllos müssen
doch die Zeitgenossen sein, die beim Anblick ihres
Schnitzels, bei der Einnahme ihrer „Medizin“
oder beim „Streicheln“ ihres schönen
Pelzmantels nicht das sehen, was dahinter steckt:
entsetzlich leidende Tiere beim Geschlachtet-Werden
im Schlachthof (oder lebendig in den Sack gesteckt
und so vergraben ...), traumatisierte Tiere bei
Tierversuchen in zahlreichen Tierversuchslabors
oder wie in diesem Fall: die dahin vegetierenden
„Pelz“tiere in erbärmlichen Tier“farmen“.
Diese „Pelz“tiere leiden nicht erst,
wenn ihnen das Fell über die Ohren gezogen
wird. Nerze, Füchse und viele andere „Pelztiere“
überleben gerade so in engen Käfigen.
So eingepfercht, die Käfige neben- und übereinander
gestapelt, ohne Auslauf, vegetieren sie zu Hunderten
in den sogenannten „Tierfarmen“ dahin.
Die Pfoten der Tiere sind oftmals eine einzige
Wunde, da der Käfigboden auch nur aus Drahtgitter
besteht, damit ihre Fäkalien gleich durch
den diesen fallen können. Der Geruch in und
um diese „Tierfarmen“ ist so widerwärtig,
wie die gesamten Haltungsbedingungen.
Körperlich verkrüppelt und psychisch
zerstört, warten die völlig verängstigten
und geschockten Tiere nur darauf, um nach einigen
Monaten das Genick gebrochen zu bekommen oder
- bis das tödliche Gift, in den After eingeführt,
die Erlösung bringt.
Dasselbe geschieht in Asien mit Hunden und Katzen,
denen vorwiegend für den deutschen Pelzmarkt,
ein ähnlich brutales Schicksal blüht.
All diese Tiere werden nur gesehen und behandelt
wie irgendwelche Gegenstände oder Sachen.
Auch in diesem Artikel entdeckt man nirgends,
dass es bei der „Pelzproduktion“ um
eine brutale Methode geht, Mitgeschöpfen
wegen ihres Pelzes ein fürchterliches Leben
aufzuzwingen - und zum Abschluss ihres Martyriums
einen entsprechenden grauenhaften Tod.
Aber nein - viele Menschen tun so, als ob sie
das alles gar nichts anginge. Und die Tierschützer
werden immer noch als exotische Zeitgenossen oder
- wenn überhaupt: als Randnotiz abgetan.
Es ist schon ein deprimierender Zustand zur Kenntnis
zu nehmen, dass sich die Menschheit nicht aufmacht,
dieses Elend zu sehen, und diesem völlig
überflüssigen Gemetzel Einhalt zu gebieten.
Peter Gernbacher
P.S.: Für weitere
Recherchen empfehle ich z.B.: www.google.de
Pelztiere und als Anlage sende ich Ihnen die Horrorzahlen
der Pelz-„Produktion“ europa-, weltweit
im Jahre 2002 zu:
- Während in Österreich der Pelzhandel
weiter stagniert, steigt die Pelz"produktion",
d.h. die Anzahl der für die Pelzgewinnung
getöteten Tiere, weltweit weiter an.
- Oslo For Auctions berichtet, dass die Anzahl
der im Jahr 2002 getöteten Nerze um 1%
über der im Jahr 2001 liegt.
- Weltweit wurden 2002 insgesamt erstmals wieder
über 30 Millionen Nerze getötet, genau
30.865.000 einzelne Individuen.
- Und im Jahr 2002 wurden sogar 5% mehr Füchse
auf Pelzfarmen getötet wie im Vorjahr,
insgesamt 4,5 Millionen.
Zahlen aus Skandinavien:
Nerze:
- Denmark kills more mink than any other country.
The number killed this year was the same as
last year - 12,2 million. This amounts to more
than 40% of the mink killed worldwide.
- Norway killed 360.000 mink, 30.000 more than
last year
- Sweden killed 1,4 million in 2002 compared
with 1,325 million
- Iceland killed 165.000, which was 5.000 more
than the year before
- The number of mink killed in Finland held
steady at 2 million
- The five Scandinavian countries killed a
total of 16,1 million mink, compared to 16 million
last year.
Füchse:
- The Finns killed 2.1 million foxes, about
2% less than last year because of the botulism
problem
- Norway increased its kill total to 230.000
- but Denmark remained stable at 30.000
- and Iceland 18.000, respectively
- The total number of foxes killed by Scandinavian
countries is estimated to be 2.028.000, pretty
much the same as last year
Nerze anderswo:
- The U.S. killed about 1% fewer mink than
last year – a total of 2.550.000
- Russia killed 2,7 million, 8% more than last
year
- China killed 1,7 million mink, 15% fewer
than last year
- Canada increased the number of mink they
killed by 4% to 1,2 million
Quelle: Sandy Parker Reports 28.
10. 2002
US-amerikanisches Pelzmagazin. |