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Bauanleitung für
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Alljährlich im Herbst... Es ist nicht zu übersehen: das Laub verfärbt sich, die Früchte der Eichen und Buchen, der Kastanien und Maronen fallen von den Bäumen und dann erinnern sich viele Leute daran: "Jetzt ist es ja Zeit Igel zu retten". Obwohl sich durch die Aufklärungsarbeiten sowohl von Igelschutzvereinen als auch vielen engagierten Igelhelfern Vieles zum Guten verändert hat, gilt es noch, dicke Bretter zu bohren, um diesen erdgeschichtlich seit der Kreidezeit fast unverändert vorkommenden Tieren ein Überleben zu ermöglichen.
Abbildung: Igel nascht im Herbst am Wildling-Futterplatz. Quelle: TVG Pulheim Mancherorts werden sie von wohlmeinenden Helfern wie eben diese Herbstfrüchte eingesammelt und weil vermeintlich untergewichtig in kleinen Kästchen mit Laub im Keller verstaut. Man stellt ihnen eventuell noch Wasser und Katzenfutter hin und meint, damit der große Tierschützer zu sein. So werden viele Igel in guter Absicht ohne jegliche Sachkenntnis totgepflegt und es gibt eine erhebliche Dunkelziffer. Andererseits werden im Sommer verletzte oder kranke Igel, weil sie ja mit ihrem Körpergewicht über den berühmt berüchtigten 600 g liegen nicht beachtet - sie versterben elendig. Viele Menschen meinen, nach Lesen der vielen, besonders im Herbst veröffentlichten Texte in diversen Medien, ein Igelkenner zu sein. Das ist nicht so. Achtung: viele dieser Beiträge sind oft verkürzt, unrichtig, weil aus überholten Schriften abgeschrieben. Hier ein paar hilfreiche Erkennungsmerkmale:
Hilfsbedürftig sind auch Igel, die nach Frosteinbruch noch mit einem Gewicht unter 500 g draußen gefunden werden, ihnen fehlt das nötige Fettpolster für den Winterschlaf. Dies ist in der Regel krankheitsbedingt und muss behandelt werden. Wichtige Hinweise, falls Sie einen verletzten oder kranken Igel finden:
Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung Gerade jetzt erscheint es besonders wichtig: Viele Igelfinder fragen als Erstes: "Wo kann ich den Igel abgeben?" und treten oft sehr fordernd auf. Igelfinder scheuen häufig den Gang zum Tierarzt, weil sie die Kosten nicht übernehmen wollen. "Der Igel ist doch nicht MEIN Tier!"[Tipp: Erkundigen Sie sich, ob der Tierarzt ausnahmsweise (obwohl Wildtier) nach dem Fundtiergesetz unentgeltlich behandelt]
Abbildung: Eine Handvoll Igelbaby-Waisen. Quelle: Karin Oehl Igelstationen sind in der Regel Privatinitiativen Der Begriff IGELSTATION ist nicht geschützt und sagt nichts über die Qualifikation des Betreibers aus. In der Regel machen Igelstationen ihre Arbeit unentgeltlich, aber die dort Aktiven tragen dann die anfallenden Kosten (auch Tierarztkosten) und gerade im Herbst werden sie regelrecht "zugeschüttet" und sind hohen Belastungen ausgesetzt:
Abbildung: Igelbaby-Findling bei der Fütterung. Quelle: Karin Oehl Die "Igelstationen" brauchen die Hilfe der Finder und ihre Bereitschaft, wenn der Igel gesund ist und nur noch gesäubert und gefüttert werden muss, ihn wieder zu übernehmen, damit wieder Kapazitäten für die schlimmen Fälle geschaffen werden können. Die Igelstationen bzw. fachkundigen Igelschützer übernehmen Verantwortung: Mit Rat (und falls es das Können des Finders übersteigt auch mit Tat) stehen sie zur Seite und Helfen zu helfen. Helfen bedeutet aber nicht, die Verantwortung dem Finder aus der Hand zu nehmen. Ganz abgesehen vom finanziellen Aufwand, der von keiner Stelle übernommen wird, haben auch die Igelschützer noch ein Privatleben und können nicht alle Igel der Welt in ihre Häuser und Wohnungen nehmen.
Abbildung: Albino-Igel in Pflege. Quelle: Karin Oehl "Artenschutz" beginnt bei jedem Einzelnen von uns Was in den Stationen gemacht wird, ist Reparaturarbeit und Hilfe am leidenden Einzeltier. Mit seiner Auswilderung als gesundes Tier kann man möglicherweise eine geschwächte Population stützen. Es hat allerdings nichts mit Artenschutz zu tun. Hier einige Hinweise, wie wir Igeln helfen, in unserer Umwelt zu überleben:
Unsere Stachelritter möchten leben und wir möchten sie doch noch lange als heimliche nächtliche Kobolde in unserer Nähe beobachten können? Sie verdienen unseren besonderen Schutz und Beachtung. Informationen von TVG-Pulheim-Mitglied Karin Oehl,
Pulheim
Abbildung: Igel nascht im Herbst am Wildling-Futterplatz. Quelle: TVG Pulheim Linktipp: Informationsforum für Tiervermittlung Infos TIER-INFO/Tierversuchsgegner Pulheim: Die Rubrik "Tiervermittlungen - Notfälle" ist inzwischen sehr zeitintensiv und arbeitsaufwendig geworden, so dass wir uns dazu entschlossen haben, ein separates Forum einzurichten. Herzlichen Dank dafür an unser sehr aktives Mitglied Helmut Rentsch. Obwohl nicht alle zu vermittelten Tiere, sondern ausschließlich Notfälle in unserem TI-Newsletter aufgenommen werden können, beansprucht diese Rubrik inzwischen die Hälfte des Raumes unserer TIERschutz-INFOrmationen. Wir würden uns freuen, wenn das neue "Informationsforum für Tiervermittlungen" ebenso intensiv genutzt würde. Da dort nun auch Fotos unserer Schützlinge veröffentlicht werden können, sind wir zuversichtlich, dass das Forum noch erfolgreicher werden wird. Vorausgesetzt, dass alle mithelfen, den Link auf ihren HP-Seiten bekanntzumachen und fleißig genutzt wird. Bitte auch die Erfolge der vermittelten Tiere dort veröffentlichen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und danken für die Unterstützung. Gerd und Trudi, Tierversuchsgegner Pulheim e.V., MENSCHEN FÜR TIERRECHTE. Link |
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